Übergang in Würde® baut auf einem mehrperspektivischen wissenschaftlichen Bezugsrahmen auf.
Der Ansatz versteht den Übergang in den Ruhestand nicht als einzelnen Zeitpunkt, sondern als sozialen, biografischen und organisationalen Prozess. Organisationen gestalten durch ihre Kommunikation, Rollen, Routinen und Erwartungen wesentlich mit, wie Menschen diesen Übergang erleben.
Zentrale Bezugspunkte
Übergangsforschung und Doing Transitions
Übergänge sind nicht einfach gegeben. Sie werden in sozialen Praktiken, institutionellen Regelungen und organisationalen Routinen hervorgebracht. Dabei bleiben sie offen, ambivalent und nicht linear.
Workplace Dignity
Die Forschung von Thomas und Lucas zeigt, dass Würde im Arbeitsleben an konkreten Erfahrungen erkennbar wird: Respekt, Anerkennung, Gleichwertigkeit, Beteiligung und Schutz vor Entwertung. Diese Perspektive bildet einen zentralen Qualitätsmaßstab von Übergang in Würde®.
Rolle, Identität und Zugehörigkeit
Der Übergang in den Ruhestand bedeutet häufig auch den Abschied von einer langjährig prägenden beruflichen Rolle. Rollen- und Identitätstheorien zeigen, wie sehr dabei Sinn, Status, Beziehungen und Zugehörigkeit berührt werden.
Wissensmanagement und Organisationsentwicklung
Erfahrungswissen ist häufig implizit und an Personen, Beziehungen und Situationen gebunden. Übergang in Würde® versteht Wissenstransfer deshalb nicht nur als Dokumentation, sondern als Beziehungs- und Übergabeprozess. Zugleich wird aus der individuellen Erfahrung eine organisationale Gestaltungsaufgabe.
Qualitätsentwicklung und Reifegradlogik
Der Reifegradcheck Übergangskultur übersetzt diese Perspektiven in eine strukturierte Standortbestimmung. Im Mittelpunkt stehen nicht die Bewertung einzelner Menschen, sondern die Prozesse, Bedingungen und die Entwicklungsfähigkeit der Organisation.
Wissenschaftliche Anschlussfähigkeit
Zu den zentralen Bezugspunkten gehören insbesondere die reflexive und praxistheoretische Übergangsforschung, Workplace Dignity, Rollen- und Identitätstheorien, Organisationsentwicklung, Wissensmanagement sowie Qualitäts- und Reifegradlogik.
Bereits im Fachbuch Offboarding – Fach- und Führungskräfte verlassen die Organisation wurden die wissenschaftlichen Grundlagen des Ruhestandsübergangs herausgearbeitet. Mit Übergang in Würde® führe ich diese Perspektiven weiter und übersetze sie in einen eigenständigen Ansatz für die organisationale Gestaltung von Offboarding, Nachfolge und Wissenstransfer.