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Angelika Gaßmann – Offboarding-Expertin

Übergänge im Arbeitsleben ▪ Wissen sichern ▪ Würde bewahren

„Übergänge sind empfindliche Orte. Sie zeigen, was war, fordern das Loslassen und öffnen, was möglich wird.“

Dieser Satz beschreibt meine Arbeit – und die Haltung, mit der ich Menschen, Teams und Organisationen durch Zeiten des Abschieds, der Veränderung und der Verantwortung begleite. Solche Phasen berühren Identität und Beziehungen. Sie machen sichtbar, was gut getragen hat, und werfen zugleich ein Licht auf das, was sich neu ordnen will.

Seit vielen Jahren arbeite ich an der Frage, wie Abschiede im Arbeitsleben so gestaltet werden können, dass sie Orientierung geben, Wissen sichern und Würde bewahren. Aus dieser Arbeit ist mein Modell „Übergang in Würde® – Offboarding in den Ruhestand“ entstanden – ein Ansatz, mit dem ich den Übergang in den Ruhestand erstmals systematisch, würdezentriert und organisationsbezogen beschreibe und gestalte. Dieses Themenfeld habe ich in Deutschland maßgeblich mitentwickelt und mit meinen beiden Fachbüchern geprägt:

  • Offboarding – Fach- und Führungskräfte verlassen die Organisation (Lambertus Verlag)
  • Praxiswissen Offboarding – Übergänge gestalten, Wissen sichern, Würde bewahren (Schäffer-Poeschel, 14.11.2025)

Meine Wurzeln

Übergang in Würde® ist nicht am Schreibtisch entstanden. Der Ansatz basiert auf mehr als 30 Jahren Erfahrung in Organisationsentwicklung. In dieser Zeit habe ich Führungskräfte begleitet, Konflikte moderiert, Veränderungsprozesse gestaltet und Organisationen in anspruchsvollen Entwicklungsphasen unterstützt.

Diese Erfahrungen prägen meine Arbeit bis heute. Sie haben meinen Blick dafür geschärft, wie Vertrauen entsteht, wie Menschen Veränderungen erleben und welche Bedeutung gute Gespräche, klare Prozesse und eine respektvolle Zusammenarbeit für gelingende Entwicklungen haben. Deshalb begleite ich Organisationen bei Bedarf auch weiterhin in Konfliktmoderationen, Klausuren und komplexen Veränderungsprozessen.

Meine Arbeit wird außerdem von Erfahrungen aus einem weiteren, besonders sensiblen Bereich geprägt: der Begleitung von Aufarbeitungskommissionen, Betroffenenvertretungen und Gremien. In diesen Räumen geht es um Verantwortung, Macht, Verletzlichkeit und die Notwendigkeit klarer, sicherer Orte. Diese Arbeit hat meinen Blick auf Übergänge vertieft – auf das Aushalten von Ambivalenzen, auf das Sprechen über das Unausgesprochene und auf die Bedeutung von Räumen, in denen Menschen sagen können, was gesagt werden muss.

Aus diesen Erfahrungen sind Modelle und Werkzeuge entstanden, die heute in  Organisationen genutzt werden – darunter Common Space®, der Übergangslotse, würdezentrierte Gespräche und Ansätze einer machtsensiblen Prozessgestaltung. Sie verbinden Übergangsforschung, systemische Organisationsentwicklung, Gesprächskultur und die Praxis komplexer sozialer Systeme – und bilden die methodische Grundlage von Übergang in Würde®.

Ich arbeite leise und klar. Ich bevorzuge eine Sprache, die nicht beschönigt, aber auch nicht drängt. Mein Ziel ist es, Menschen Orientierung zu geben und Organisationen den Raum zu eröffnen, tragfähige Entscheidungen für die Zukunft zu treffen.

Privat finde ich Ruhe in der Natur, in der Literatur und in Momenten der Stille – vielleicht, weil Veränderungen vor allem dann gelingen, wenn wir ihnen mit Aufmerksamkeit und innerer Weite begegnen.

International perspective
My work is rooted in the German-speaking context. This page is intended as a contribution to international reflection, not as a service offering.