Angelika Gaßmann – Offboarding-Expertin
Übergänge im Arbeitsleben ▪ Wissen sichern ▪ Würde bewahren
„Übergänge sind empfindliche Orte. Sie zeigen, was war, fordern das Loslassen und öffnen, was möglich wird.“
Dieser Satz beschreibt meine Arbeit – und die Haltung, mit der ich Menschen, Teams und Organisationen durch Zeiten des Abschieds, der Veränderung und der Verantwortung begleite. Übergänge berühren Identität und Beziehungen. Sie machen sichtbar, was gut getragen hat, und werfen zugleich ein Licht auf das, was sich neu ordnen will.
Seit vielen Jahren arbeite ich an der Frage, wie Abschiede im Arbeitsleben so gestaltet werden können, dass sie Orientierung geben, Wissen sichern und Würde bewahren. Aus dieser Arbeit ist mein Modell „Übergang in Würde – Offboarding in den Ruhestand“ entstanden – ein Ansatz, mit dem ich den Übergang in den Ruhestand erstmals systematisch, würdezentriert und organisationsbezogen beschreibe und gestalte. Dieses Feld habe ich in Deutschland maßgeblich mitentwickelt und mit meinen beiden Fachbüchern geprägt:
Offboarding – Fach- und Führungskräfte verlassen die Organisation (Lambertus Verlag)
Praxiswissen Offboarding – Übergänge gestalten, Wissen sichern, Würde bewahren (Schäffer-Poeschel, 14.11.2025)
Meine Arbeit wird außerdem getragen von Erfahrungen aus einem anderen, sehr sensiblen Bereich: der Begleitung von Aufarbeitungskommissionen, Betroffenenvertretungen und Gremien. In diesen Räumen geht es um Verantwortung, Macht, Verletzlichkeit und die Notwendigkeit klarer, sicherer Orte. Diese Arbeit hat meinen Blick auf Übergänge tief geprägt – auf das Aushalten von Ambivalenzen, auf das Sprechen über das Unausgesprochene und auf die Bedeutung von Räumen, in denen Menschen sagen können, was gesagt werden muss.
Aus diesen Kontexten sind Modelle und Werkzeuge entstanden, die heute in vielen Organisationen genutzt werden – darunter Common Space®, der Übergangslotse, würdezentrierte Gespräche und Ansätze einer machtsensiblen Prozessgestaltung. Sie verbinden Übergangsforschung, systemische Organisationsentwicklung, Gesprächskultur und die Praxis komplexer sozialer Systeme – und bilden die methodische Grundlage von Übergang in Würde.
Ich arbeite leise und klar. Ich bevorzuge eine Sprache, die nicht beschönigt, aber auch nicht drängt. Ich begleite Übergänge so, dass Menschen sich gesehen fühlen – und Organisationen den Raum bekommen, den sie für nachhaltige Entscheidungen brauchen.
Privat finde ich Ruhe in Natur, Literatur und Momenten der Stille – vielleicht, weil Übergänge vor allem dann gelingen, wenn wir ihnen mit Aufmerksamkeit und innerer Weite begegnen.
International perspective
My work is rooted in the German-speaking context. This page is intended as a contribution to international reflection, not as a service offering.