Der letzte (Arbeits-)Tag. Was bleibt, ist vielleicht eine Lücke im Organigramm – und ganz sicher ein letzter Eindruck eines (Berufs-)Lebens.
In der aktuellen Podcast-Episode mit Stefan Robiné habe ich darüber gesprochen, warum der Abschied aus dem Berufsleben einer der sensibelsten Momente im Arbeitsleben ist – für den einzelnen Menschen und für die Organisation, die er oder sie verlässt.
Eine Erkenntnis aus unserem Gespräch hat mich besonders bewegt – und auch verstört: Offboarding ist wie ein kleiner sozialer Tod. Personalverantwortliche können von der Hospizbewegung lernen – über Würde, Präsenz und das Ernstnehmen des Endes.
Fünf zentrale Gedanken aus dem Gespräch:
Offboarding ist Ausdruck von Unternehmenskultur.
Abschiede entlarven Hochglanz-Leitbilder schneller als jede Mitarbeiterbefragung.
Der letzte Eindruck wirkt nach.
Kolleg:innen beobachten sehr genau, wie jemand verabschiedet wird – und ziehen ihre Schlüsse.
Ein guter Abschied beginnt lange vor dem letzten Arbeitstag.
Emotional oft schon ab Mitte 50 – nicht zwei Wochen vorher.
Verantwortung ist keine Einbahnstraße.
Wertschätzung entsteht im Dialog: durch Klarheit, Wissenstransfer und Haltung auf beiden Seiten.
Rente ist kein Umlege-Schalter, sondern ein Übergang.
Gleitende Modelle, Aktivrente und flexible Rollen können Würde, Sinn und Know how sichern.
🎧 Das ganze Gespräch: https://www.podcast.de/episode/698379926/offboarding-der-lackmustest-fuer-wertschaetzung