Im Gespräch auf Bayern 2: Abschiede wirken nach

Im Live-Gespräch ging es um Offboarding, Ruhestand und die Frage, wie Menschen gut aus ihrer beruflichen Rolle gehen können. Die Resonanz auf die Sendung zeigte: Abschiede sind keine Nebensache. Sie wirken nach – manchmal über Jahre.

In der Sendung ging es um den Übergang in den Ruhestand:
um Arbeiten-Müssen und Arbeiten-Dürfen,
um Gehen-Wollen und Gehen-Müssen,
um Abschied wollen – oder lieber vermeiden,
um Sinn, neue Rollen und die Frage:
Was bleibt von mir, wenn meine berufliche Rolle endet?

Nach der Sendung kamen viele Rückmeldungen. Auch traurige. Eine Hörerin schrieb, wie sehr sie ihr eigener Abschied aus dem Berufsleben bis heute schmerzt: weil Kontakte abbrachen, Wertschätzung ausblieb und das, was sie über viele Jahre eingebracht hatte, am Ende nicht wirklich beantwortet wurde.

Das hat mich sehr bewegt. Und es zeigt: Abschiede sind keine Nebensache.
Sie wirken nach. Manchmal über Jahre.

Ein schlechter Abschied ist nicht nur ein persönliches Erlebnis. Er erzählt etwas über Beziehung, Führung, Kultur und Verantwortung. Genau deshalb spreche ich von Offboarding nicht als Verwaltungsakt, sondern als Gestaltung eines Übergangs.

Denn: Die Stelle kann neu besetzt werden.
Der Mensch nicht.



Zum Nachhören: https://www.br.de/radio/live/bayern2/programm/2026-06-16/3711838/#t=09:05:00